Heimtextil Blog der Messe Frankfurt

Im Januar öffnet die Heimtextil zum 50. Mal ihre Türen. Einige unserer Besucher waren tatsächlich bei jeder Ausgabe dabei und feiern somit ihr ganz persönliches Messe-Jubiläum. Einer von ihnen ist Michael Steinert. Der Inhaber des SN-Fachpresse-Verlags und Herausgeber von Haustex, Heimtex und vielen weiteren Branchenmagazinen freut sich bereits auf seinen 50. Messebesuch in Frankfurt und berichtet im Interview von seinen Erlebnissen.

Herr Steinert, in welchen Funktionen und mit welchem Interesse haben Sie in all den Jahren die Heimtextil besucht?
Als Fachzeitschriften-Redakteur im Bereich Bodenbeläge, Tapeten, Deko-Stoffe und Sonnenschutz gehört es zu meinen Kernaufgaben, alle einschlägigen Messen zu besuchen. Die Heimtextil, die früher HBH hieß, war dabei immer die zentrale Messe, die ich als Redakteur, aber auch mit einem Stand unseres Verlages, besucht habe.

Wie hat sich die Messe mit den Jahren verändert? Was war früher besser, was heute?
Die heutige Heimtextil hat sich über die Jahrzehnte fantastisch entwickelt. Nicht nur das Angebot ist immer umfassender geworden, auch die Hallenstruktur mit der Via Mobile hat uns das Arbeiten deutlich erleichtert.

Ein Wermutstropfen: Vor rund 25 Jahren hat sich der Bereich Bodenbeläge aus der damaligen Halle 5 (heute Halle 8) verabschiedet und ist gemeinsam mit den Orientteppich-Anbietern auf die Domotex nach Hannover abgewandert. Vor- und Nachteil: Ich muss jetzt zwei Messen besuchen, habe aber durch die Zweiteilung jeweils mehr Tage, um die Sortimente zu sichten.

Michael Steinert am Stand des SN-Fachpresse-Verlags.

Haben Sie eine Routine entwickelt, die Messe zu besuchen? Wie planen Sie Ihre Tage auf der Heimtextil?
Die Routinen haben sich früher aus den zahlreichen Pressekonferenzen entwickelt, die es heute fast gar nicht mehr gibt. Ich besuche meine Kernsortimente, soweit sie für den deutschen Markt relevant sind.

Eine Messe lebt vom unmittelbaren, persönlichen Austausch. An welche persönlichen Begegnungen denken Sie besonders gerne zurück?
Wie Sie wissen, besuche ich 2020 die 50. Heimtextil. Von den ursprünglichen Persönlichkeiten unserer Branche sind praktisch keine mehr im Markt aktiv. Gerne denke ich aber an Birgit Schlenker, die seit 30 Jahren Frontfrau und Treiberin des DecoTeam ist. Ihr gilt auf der Heimtextil jeweils der erste Besuch, bei dem wir mit einem Fruchtcocktail anstoßen.

Was würde Ihnen fehlen, wenn Sie im Januar nicht nach Frankfurt kommen würden?
Eine hypothetische Frage – die Heimtextil gehört zu meinem Beruf, den ich gerne in späteren Zeiten an meine Kollegen weiter vererbe. Ganz sicher würden mir aber die vielen spannenden Gespräche fehlen, die Begegnungen und das Entdecken neuer Produkte, für die die Heimtextil den idealen Rahmen bietet. Nirgends sonst erhalte ich einen so kompakten und umfassenden Überblick über unsere Branche.

Laura Schönhardt

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