Bad, Bett und Tisch: Vielfalt an Farben und Mustern

Farbenfroh wie nie werden die Badezimmer der Zukunft sein – geht es nach dem Angebot der Heimtextil-Aussteller. In mehr als 40 Tönen werden Handtücher von einigen der Hersteller angeboten. Auch im Schlafzimmer ist die Palette der Farben und Muster umfangreicher als je zuvor: Vor allem Florales ist „in“ bei der Bettwäsche. Textilien für den Tisch beeindrucken in diesem Jahr durch besonders leuchtende, sommerliche Farben.

Die Farbskalen im Badezimmer umfassen leuchtende Töne mit Mittelmeer-Flair – wie Azurblau, Dottergelb, Himbeerrot, Mandarin und Türkis. Oder orientalische Töne wie Nachtblau und Kupfer, Petrol und Jadegrün. Fürs feminine Bad gibt´s Textiles in blassem Rosé, hellem Grau, Celadon, hellem Flieder, nicht selten verziert mit Swarowski-Steinchen. Immer da, wo die Muster grafischer und maskuliner auftreten, werden Grau, Nachtblau, Anthrazit oder Schwarz eingesetzt – Töne, die dann meist in einer Melange mit Weiß oder Greige leicht aufgehellt werden. Beliebt als Dessin sind weiterhin Streifen, Karos, abstrahierte Barockornamente, orientalische Paisleys, Kelim-Dekors, lässige Wildtierfell-Imitationen, Bordüren-Einfassungen. Oder man lässt sich von der Bildsprache großer Maler wie Gustav Klimt inspirieren.

Passend zur Frottierware: Bademantel und mehr
Bademäntel gehören zu fast jeder Kollektion. Sie sind aus Frottier, aus Baumwolle mit Frottier-Futter, aus Nicky-Velours oder – ein neuer starker Trend – aus kräftig strukturiertem Waffelpiqué. Saunakilts für Damen und Herren werden neuerdings in einer großen Zahl attraktiver Farben angeboten, für Damen in Knie- oder Wadenlänge. Man entwickelt und verwendet neue Fasern mit höherer Wasseraufnahmefähigkeit und schnellerer Trockenzeit. Das leichtere Material aus einer solchen Faser sorgt unter anderem für einen angenehmen Tragekomfort bei den Bademänteln. Mehrere Hersteller bieten zusätzlich Zahnputzbecher, Seifenschalen, kleine Abfalleimer oder auch Duschvorhänge in den Farben oder auch Mustern ihrer Frottierwaren an.

Schöner schlafen
Im Schlafzimmer gilt: Florales ist „in“ bei der Bettwäsche. Und die Palette der Muster ist hier umfangreicher als je zuvor: Duftige Blütenblätter flattern über die Bezüge, kleine Sträußchen stehen hübsch aufgereiht nebeneinander, große Blüten schmücken den Stoff als plakatives Großmotiv oder als Allover-Dekor. Grafikdessins zeigen sich ebenfalls in interessanteren Variationen: Neben unkomplizierten Streifen oder Karos fürs „junge Bett“ gibt es viele Dekors mit sportlich-eleganten Überkaros oder linearen Mustern. Neu sind Dessins mit Mosaik-Charakter, die je nach Farbgebung verspielte oder architektonische Akzente setzen. Wiederentdeckt auf der Heimtextil als Dekor: Feines Pepita in edlen Farb-Duetts. Weiterhin beliebt bei den traditionellen Mustern sind Barockranken, Medaillons oder orientalische Paisley-Dekors, vornehmlich in stilleren Ton-in-Ton-Färbungen. Wie die Dekostoff-Bahnen sind auch Bettbezüge mit einem Sockel-Dessin zu haben – oder mit einer Musterung nur des oberen Abschnitts des Bettbezugs. Häufiger zu entdecken sind auch große Zierkissen, oft mit Stickerei-Dekor, als Schmuck fürs Bett. Tagesdecken sind leichter und luftiger. Oft sind sie in Muster und Farbe auf die Bettwäsche abgestimmt. Plaids und Decken präsentieren sich in eher noblen, zurückhaltenden Tönen (besonders beliebt ein helles Jade). Wer will, bekommt jedoch auch Auffälligeres: Decken mit Wildtier-Dekor, aus knallfarbenem Plüsch oder aus Kunstfell in leuchtenden Tönen.

Das Auge isst mit
Dieser alten Spruchweisheit haben die Aussteller der Heimtextil 2015 Rechnung getragen. Aus gutem Grund: Der Verbraucher wünscht sich, dass der Essplatz nicht – wie früher – nur an besonderen Festtagen, sondern auch alltags eine Augenweide ist. Textilien für den Tisch beeindrucken in diesem Jahr durch besonders leuchtende, sommerliche Farben, die vom hellsten Gelb bis zum dunkelsten Aubergine reichen und oft mehr als 20 Töne pro Artikel umfassen. Fürs elegantere Ambiente sind Tischtextilien in Weiß, Crème, Grau oder in gedämpften Pastelltönen zu haben, sie sind häufig auch aus  Transparentstoff und durch Stickereien verziert. Leinen, vor allem in schönen Naturtönen, ist in immer mehr Kollektionen zu finden. Florale Dessins sind wie bei den Dekostoffen oder der Bettwäsche auch am Essplatz die großen Favoriten – als Streublümchen akkurat gezeichnet, als verwischtes Aquarelldekor oder als theatralisch große Blüte. Daneben behaupten sich Grafikdekore in strenger Linienführung als locker verschachtelte Carrés oder als südländisches Fliesendekor. Tischwäsche einer Kollektion gibt´s meist sowohl als Tischdecke, Läufer, Set oder Serviette, nicht selten aber auch als Schürze, Geschirrtücher oder Meterware für Rollos oder Vorhänge. Die Tierwelt – als Nahrungslieferant – hält Einzug ins Küchenreich – mit originellen, künstlerisch gezeichneten Fischen, Hasen, Hühnern, Hirschen und Keilern für Sets, Geschirrtücher, Topflappen, Flaschenhussen oder Stuhlkissen.

Stefan Jakob

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