Architekten-Zukunft: Jeder Dritte öffnet sich der virtuellen Realität

Wird es auch das Jahr der Veränderungen für Architekten?

Laut einer Studie vom Marktforschungsunternehmen Appinio im Auftrag von nextMedia.Hamburg soll im kommenden Jahr schon jeder dritte Deutsche eine Virtual-Reality-Brille besitzen. Nicht nur das deutsche Stadtbild wird sich dadurch verändern, sondern auch viele Lebensbereiche und Branchen, wie jene der Architekten.

Haben Sie sich als Architekt bereits die Frage gestellt, welche Veränderungen auf Sie zukommen werden? Die Digitalisierung Ihrer Branche schreitet in großen Schritten voran, vieles hat sich in den letzten Dekaden verändert, aber heute stehen wir vor einem weiteren Meilenstein: dem Einzug der immersiven Technologien in der täglichen Arbeit und im Alltag. Laut der Studie vom September 2017, die nextMedia.Hamburg in Auftrag gegeben hat, planen rund 20 Prozent der Befragten im Jahr 2018, eine VR-Brille für private oder berufliche Zwecke zu kaufen. Allerdings besitzen schon 8 Prozent der Deutschen ein solches Gadget. Befragt wurden 1.100 Deutsche zwischen 18 und 68 Jahren. Eine weitere spannende Erkenntnis aus dieser Studie ist, dass 83 Prozent der Befragten längst eine VR-Brille ausprobiert haben oder es zumindest in Zukunft vorhaben.

Zukunftsprognose

Der VR-Experte Frank Steinicke hat in einem von uns geführten Interview betont, dass „die derzeitigen Brillen noch deutlich zu klobig und unkomfortabel sind, als dass sie Menschen im Alltag tragen würden. Wenn diese Brillen aber auf die Größe von Sonnenbrillen reduziert werden können, werden wir sicherlich in den nächsten Jahren mehr und mehr und irgendwann sehr viele Menschen im Alltag mit solchen Brillen sehen.“ Eine steigende Relevanz wird durch einen Vergleich einer Studie, die auch von nextMedia im Jahr 2015 durchgeführt wurde, erkennbar: Ein Nischenthema wurde innerhalb weniger Jahre zu einem Massenphänomen.

Veränderung im Berufsalltag von Architekten

Was bedeutet jedoch ein solcher Einzug von VR-Brillen für Ihren Berufsalltag? Kunden werden immer mehr selbst zu Architekten ihrer eigenen Räume, mittels Apps können sie einfach als Innenarchitekt vieles selbst planen und gestalten und mithilfe einer VR-Brille brauchen Ihre Kunden in Zukunft keinerlei fachmännische Hilfe mehr, da sie Einheitsräume bewohnen und diese nach ihren Wunschvorstellungen virtuell (er)leben können. Denken Sie, als Architekt, dass das nur ein Horror-Szenario ist oder bald Wirklichkeit?

Architekten müssen sich rüsten, damit sie auch in Zukunft noch eine Rolle spielen.

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Foto: halfpoint / Shutterstock

FINEST INTERIOR AWARD

Über FINEST INTERIOR AWARD

Der FINEST INTERIOR AWARD wurde kreiert um die Arbeit von Architekten, Innenarchitekten und feinen Ausstattern zu ehren. Er will dem wachsenden Bedürfnis nach individueller, professioneller Objekteinrichtung Rechnung tragen. Der diesjährige kommunikative Themen-Schwerpunkt des FINEST INTERIOR AWARD ist die Digitalisierung der Realität. Wie wirken sich Virtual Reality und Augmented Reality auf Architektur, Innenarchitektur und Raumausstattung aus? Welche Veränderungen des Berufsbildes sind damit verbunden? Und was haben Konsumenten eigentlich davon? Diesen und weiteren spannenden Fragen geht der FINEST INTEROR AWARD in seinen Gastkommentaren unter dem Motto „What’s real?“ nach.

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