Architektur- & Einrichtungs-branche stehen Kopf

Neue Realitäten öffnen Gestaltungshoheit für Jedermann

Neue Technologien wie Augmented Reality und Virtual Reality stellen die Branche der Architekten, Innenarchitekten und feinen Ausstatter vor große Herausforderungen. Wenn Farben, Strukturoberflächen und virtuelle Einrichtungselemente in Zukunft mittels App jederzeit geändert werden können, bedeutet das das Ende der Gestaltungshoheit, auf die unsere Branche so sehr Wert legt. Wie sollen wir reagieren?

Neue Realitäten öffnen Gestaltungshoheit für Jedermann
Soweit man zurückblickt hatte unsere Branche quasi die alleinige Hoheit über Gestaltung und Kreativität. Architekten, Innenarchitekten und feine Ausstatter waren für das Wohlfühlen der Menschen in ihrem Zuhause verantwortlich. Mit Augmented Reality und Virtual Reality könnte sich das in Zukunft rapide ändern. Pixelkinder, die in der Schule programmieren lernen, nutzen die Chance, die Gestaltungshoheit zu übernehmen. Sie werden entscheiden, welche Farben, Formen und virtuelle Gegenstände in den neuen Realitäten eine Rolle spielen. Konsumenten klicken auf Download und haben ihre Wohnung binnen Sekunden neu eingerichtet. Die Branche steht Kopf.

Demokratisierung der Gestaltung ist voll im Gange
Wenn Menschen sich in andere Realitäten flüchten, wird unsere Branche teilweise überflüssig. AR, VR und Co. ermöglichen die Demokratisierung der Gestaltung und geben den Menschen die Wahl, sich für eine beliebige Realität zu entscheiden oder sie zu mixen. Architekten, Innenarchitekten und Raumausstattern stehen im direkten Wettbewerb mit Programmierbuden rund um diesen Planeten. Eine Gefahr für die Branche?

Branche muss reagieren und in Vorreiterrolle bleiben
Wer mit Scheuklappen weitermacht wie bisher, wird letztlich sehr wahrscheinlich gnadenlos scheitern. Der digitale Fortschritt legt jeden Tag an Tempo zu und wird in sämtlichen Lebensbereichen eine zentrale Rolle spielen. Unsere Branche muss auf die Herausforderungen reagieren und Antworten finden. Jedenfalls müssen wir die Diskussion führen, wie wir in der Vorreiterrolle bleiben können und in Zeiten der Demokratisierung der Gestaltung, weiterhin den (Farb-)Ton angeben.

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Foto: Shutterstock / fizkes

 

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