Blog der Heimtextil

In Schweden machen sich nicht nur die Wissenschaftler Gedanken um den gesunden Schlaf. Auch einen bekannten Möbelriesen aus dem Königreich hält das Thema wach.

2018 veröffentlichten Wissenschaftler um den Schweden Torbjörn Åkerstedt vom Stockholmer Karolinska Institut im „Journal of Sleep Research“ die Ergebnisse einer Studie mit 44 000 Menschen zu Schlafdauer und Sterblichkeit. Deren Fazit: Wer fehlende Nachtruhe zum Beispiel am Wochenende nachholt, kann ein über die Woche angesammeltes Schlafdefizit ausgleichen. Schlafmangel, so die Forscher, gehe auf lange Sicht nicht mit einem erhöhten Sterberisiko einher, wenn man entfallene Nachtruhe später nachhole. Doch nicht nur schwedische Wissenschaftler beschäftigt das Rätsel um die gesundheitliche Wirkung von Schlaf. „Die Bedeutung von Schlaf für Gesundheit und Wohlbefinden wird noch immer unterschätzt“, ist sich Sandra Schwertfeger, Country Interior Design Manager bei IKEA Deutschland, sicher.

Möbelriese mit Schlafverbesserungs-Vision
Bei sogenannten „Home Visits“, Hausbesuche, die IKEA bei Kunden durchführt, klagen laut Schwertfeger viele Menschen über Schlafstörungen. Häufig genannte Ursachen: ständige Verfügbarkeit, Leistungsdruck und Stress. „Unsere Vision ist es, den Menschen einen besseren Alltag zu verschaffen – und dazu gehört auch guter Schlaf“, sagt Schwertfeger. Deshalb entwickele IKEA unter dem Slogan „Für große Träume ist kein Schlafzimmer zu klein“ entsprechende Einrichtungslösungen. Beispiel Bettwäsche: Weich, strapazierfähig und atmungsaktiv solle sie sein; der Möbelgigant setzt dazu auf Baumwolle mit extra langen Fasern.

Kissen-Komplexität
Aber auch Licht spielt im Schlafzimmer eine erhellende Rolle, genauer gesagt: fehlendes Licht. „Je dunkler das Schlafzimmer, desto besser der Schlaf“, erklärt Schwertfeger. Ziel sei es, dem Gehirn zu vermitteln: Jetzt ist Schlafenszeit. Etwa, indem man die Lichtmenge reduziert, insbesondere den Anteil blauen Lichts. Ob dimmbare Deckenleuchten, Vorhänge, Verdunkelungsrollos oder intelligente Fenstertextilien – einem hellen Köpfchen sind bei den Möglichkeiten zum Verdunkeln kaum Grenzen gesetzt.

Auch Kissen sind im Schlafverbesserungs-Fokus des weltumspannenden Konzerns. Wo der Laie nur den Kopf auflegt und die Augen schließt, wissen die IKEA-Designer: Die richtige Kissenfestigkeit und -größe sind zur Unterstützung der Wirbelsäule und für das Wohlbefinden ebenso wichtig wie eine gute Matratze. Laut Schwertfeger gilt als Faustregel: Das Kissen muss die natürliche Linie der Wirbelsäule vom unteren Rücken bis zum Kopf fortsetzen. Sind Nacken und Schultern entspannt und Atemwege offen, liegt das richtige Kopfpolster im Bett.

„Textilien haben nicht nur einen dekorativen Zweck, sondern auch einen funktionalen“, erklärt IKEA-Designexpertin Schwertfeger, die auf der kommenden Heimtextil bei einem Vortrag im Rahmen des „Sleep! The Future Forum” im Foyer der Halle 11.0 näheres zum Schlafkonzepts des Möbelriesen verraten wird. Das Motto: Was kann guter Schlaf für dein Leben tun und was kann dein Zuhause für deinen Schlaf tun? Dabei spiele auch das IKEA-typische „demokratische Design“ eine Rolle. Bei den Kunden kommen die Bemühungen rund ums Schlafzimmer offenbar an: Im Geschäftsjahr 2019, das am 31. August endete, verkündete IKEA einen Anstieg des weltweiten Gesamtumsatzes um 5 Prozent auf rund 36,7 Milliarden Euro.

Finden Sie hier mehr Informationen zum Top-Thema „Schlafen“ auf der Heimtextil und das komplette Programm von „Sleep! The Future Forum“.

Headerfoto: IKEA

Ronny Eckert

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