Bettdecke, Bettwäsche, Schlafkleidung: Eine Klimafrage

24-11-2014 16-20-00

Decke, Bettwäsche und Schlafkleidung – wichtige Faktoren des Bettklimas.

Wie funktioniert eigentlich guter, entspannender Schlaf? Angesichts der Tatsache, dass fast jeder Mensch gelegentlich und viele sogar chronisch unter Schlafstörungen leiden, ist diese Frage wichtiger, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Nicht nur verbringen wir ein gutes Drittel unseres Lebens schlafend – der Schlaf ist auch wichtig für Gesundheit, Ausgeglichenheit und Leistungsfähigkeit.

Die Aspekte, die Schlafqualität ausmachen, sind mannigfaltig und reichen von äußeren bis zu inneren Faktoren, die teils in Wechselwirkung zueinander stehen. Genauso ist es bei Bett, Bettwäsche, Bettwaren und allem, was damit in Verbindung steht. Wir wissen, dass Matratze und Unterfederung im Optimalfall so aufeinander abgestimmt sind, dass wir ergonomisch korrekt liegen, die Wirbelsäule gerade bleibt und der Körper an bestimmten Stellen entlastet oder unterstützt wird.

Aber wie sieht es mit dem Betttuch aus? Mit der Decke und der Bettwäsche und unserer Schlafkleidung? Sie sind wichtige Faktoren des Bettklimas. Egal für welche Materialien man sich entscheidet – sie müssen atmungsaktiv sein und zugleich wärmend. Nicht nur wegen der Gemütlichkeit. Nacht für Nacht geben wir bis zu 1,5 Liter Flüssigkeit ins Bett und an die Raumluft ab. Wir schwitzen und atmen. Das Material von Zudecke und Textilien sollte diese Flüssigkeit aufnehmen und teilweise auch wieder abgeben können, ohne dabei klamm zu werden – denn das ist nicht nur unangenehm, sondern kann zu Erkältung und Verspannungen führen.

Eine Daunendecke mit einem Bezug aus hochwertiger Seide kann beispielsweise auch größere Mengen Flüssigkeit aufnehmen, ohne ihre wärmenden Eigenschaften und ihre typische Haptik einzubüßen. Auch Baumwolle, Naturfasern oder Mikrofasern, die entsprechend verarbeitet sind, leisten dies. Und auch die Nachtwäsche sollte ähnliche Eigenschaften haben. Apropos: Nackt schlafen ist nicht zu empfehlen, auch wenn es im Sommer angenehm scheint. Denn nachts regelt sich die Körperinnentemperatur herunter, während die Hauttemperatur steigt. Schläft man zu warm oder zu kalt (in Bezug auf Kleidung, Decke und Raumtemperatur), ist der Körper ständig damit beschäftigt, die eigene Wohlfühltemperatur zu halten – und diese Aktivität stört den Schlaf. Er wird leichter, wir wachen öfter auf. Über 70% des Bettklimas regelt die Bettdecke. Ihr gilt besonderes Augenmerk.

Aber auch die Bettwäsche richtet sich nach diesen Kriterien. Nahezu alle Qualitätshersteller haben das Thema Atmungsaktivität für sich entdeckt. Estella setzt in seiner aktuellen Kollektion auf Baumwolle, die „je nach Verarbeitung der ideale Schlafbegleiter des Menschen“ ist, sagt Christina Drexler. Für heiße Tage sei ein „sehr leichter Baumwoll-Batist“ optimal. „Ansonsten sehen wir unseren Interlock-Jersey als bügelfreie und sehr softige Bettwäschequalität als Vier-Jahreszeiten-Begleiter.“

Rund um das Bettklima informiert das Team der Schlafkampagne auf der kommenden Heimtextil am Stand D77 in Halle 8 – derweil sind wir selbst gespannt, mit welchen Ideen und neuen Materialkombinationen uns die Hersteller im neuen Jahr überrschen werden.

Gerrit Wustmann
www.schlafkampagne.de

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