Das Kissen: Rückgrat des Bettes

Innovative Kissen zeigt die Heimtextil in der komplett ausgebuchten Halle 8.0.

Innovative Kissen zeigt die Heimtextil in der komplett ausgebuchten Halle 8.0.

Eine moderne Kaltschaummatratze mit Ergonomie-Zonen auf einer individuell angepassten Unterfederung in einem optisch eleganten Rahmen aus Massivholz, darauf eine kuschelige und wärmende Daunendecke der Güteklasse 1, bezogen mit anschmiegsamer Maulbeerseide. Klingt traumhaft, oder? Aber woher kommen dann die morgendlichen Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich? Warum fühle ich mich trotzdem so unausgeschlafen und unwohl? Ich habe doch so viel Zeit investiert, um die richtige Kombination zu finden, in der ich mich wohlfühle…

Vielleicht habe ich ein Rückenleiden. Vielleicht bewege ich mich tagsüber zu wenig, vielleicht sitze ich stundenlang in der falschen Haltung, vielleicht nagt privater oder beruflicher Stress an mir. In solchen Fällen hilft auch das beste Bett-Arrangement nicht oder nur wenig. Aber vielleicht ist der Grund viel simpler: Ich habe das Kopfkissen vernachlässigt. Es muss zu mir, meinem Körperbau ebenso passen wie zur Matratze. Denn neben der Gemütlichkeit erfüllt es eine wichtige Funktion: Es soll die Wirbelsäule im Nacken stützen und Verrenkungen oder Überdehnungen der Muskulatur verhindern.

Manche Kissen lassen sich schon irgendwie zusammenknautschen bis es passt, aber die beste Lösung ist das nicht. Es gibt Kissen mit Federn und/oder Daunen, mit Rosshaar oder Polyesterfüllungen, Kissen aus Latex oder mit Granulat, sogar Wasser- und Gelkissen. Alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Die Wahl bleibt Geschmacksache. Wichtig sind Höhe und Härte auch in Abhängigkeit von meiner Liegeposition: Auf dem Rücken, der Seite oder dem Bauch. Rückenschläfer brauchen flachere Kissen, während Seitenschläfer (die Mehrheit) höhere Kissen benötigen, um die zwischen Hals, Kopf und Matratze entstehende Lücke zu füllen und zu stützen. Wie hoch und wie fest, das hängt auch davon ab, wie fest oder weich die Matratze ist, also wie tief man einsinkt.

Ein guter Bettenfachhändler kennt die Eigenschaften seiner Kissen, weiß, welches Kissen zu welcher Matratze und zu welcher Körperstatur passt – im besten Fall empfiehlt er seinem Kunden mehrere Varianten zum Ausprobieren. Denn Kissen sind oft Gewöhnungssache. Man braucht ein paar Nächte, um sich mit einem Kissen vertraut zu machen und sollte nicht verzweifeln, wenn man nicht auf Anhieb gut schläft. Der eigene Körper sagt mir sehr deutlich, was passt und was nicht.

Gerrit Wustmann
www.schlafkampagne.de

Ein Kommentar
  1. Gerhard Söllradl sagt:

    Meiner Meinung nach kann man ein Element eines Bettes nicht für alles verantwortlich machen. Das heißt die Bettdecke, das Kissen und vor allem die Matratze müssen aufeinander abgestimmt sein. Was nützt mir das beste Kissen, wenn ich eine zu weiche Matratze habe und daher eine falsche Schlafposition habe?

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