Das Material denkt mit

hornschuch

„Ancona“ heißt das neueste, für den German Design Award 2015 nominierte Design von Hornschuch. Foto: Hornschuch

Für einen Themenschwerpunkt der Fachzeitschrift InteriorFashion hatte ich gerade das ganz besondere Vergnügen, einmal der Frage nachzugehen, was heute ein gutes Produkt ausmacht. Ist es die innovative Idee? Sicher. Ist es das gelungene Design? Natürlich. Aber, so stellte sich schnell heraus, da gibt es noch etwas. Etwas ganz Entscheidendes. Nämlich die Auswahl des richtigen Materials.

Je weiter die technische Entwicklung voranschreitet, desto vielfältiger wird auch das Angebot bei den Werkstoffen. Und da geht es längst nicht mehr nur um die Frage nach Produktionsvorteilen, Haltbarkeit und Funktionalität. Der Werkstoff der Zukunft ist im Idealfall natürlich, nachhaltig, ressourcenschonend und eben einfach smart. Supermatte Oberflächen, beispielsweise, auf denen keine Fingerabdrücke haften bleiben. Vom ästhetischen Gesichtspunkt eine tolle Sache – für die Eltern dreier Kinder, die mit ihren kleinen Händen die Welt begreifen lernen, ein Segen. Oder innovative Beschichtungen für Edelstahl, die antibakteriell und antiviral sind und damit den sicheren Einsatz in hygienesensiblen Bereichen erlauben.

Oder auch, um die Brücke in die textile Welt zu schlagen, ein Bezugsstoff, der die Nahinfrarotstrahlung zurück wirft und damit die Erwärmung des damit bezogenen Polstermaterials reduziert. Auch das ist ganz schön nützlich. Beispielsweise im Bereich der Outdoormöbel. Hier waren Bezüge in dunklen Farben bisher kaum möglich, weil sich die Sitzflächen bei Sonneneinstrahlung zu stark erhitzten. Mit „skai cool colors“ von Hornschuch verbrennt man sich auch an einem heißen Sonnentag auf der Gartenliege nicht mehr die sprichwörtlichen vier Buchstaben. Und dem Designer eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten. Ganz schön smart, oder?

Arnd Schwarze

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