Design mit nordischer Brise

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New York, New York… Fototapete von Eco-Borastapeter aus Schweden

In den 1950er Jahren prägte das skandinavische Design eine völlig neue Formensprache. Architekten und Designer wie Alvar Aalto, Arne Jacobsen oder Verner Panton übertrugen schlichten Minimalismus und Funktionalität auf preisgünstige Massenprodukte. Aus der Feder dieser kreativen Köpfe stammen unzählige Klassiker wie die berühmte Aalto-Vase von Iittala oder der Eggchair von Fritz Hansen. Später sorgte Ikea für die totale Demokratisierung der nordischen Formensprache. Zur kommenden Heimtextil wird schwedisches Design ebenfalls angesagt sein.

Nach dem Hoch in den 1950er Jahren gab es in den 1980er bis 1990er Jahren einen Einbruch im Top-Segment, als die Welt den Blick abwendete und nur noch Augen für italienisches Design hatte. Zurzeit eifern jedoch viele junge Designer wieder den großen Vorbildern nach und interpretieren Nordic Design in neuem Stil. Skandinavien liegt voll im Trend, wenn es um spritzige Ideen jenseits des Mainstreams geht. „Die nordischen Länder sind international durchweg positiv besetzt: die nachhaltige Beziehung zur Natur, die Demokratien und ihre Sozialsysteme, der kinderfreundliche Kulturraum. Das öffnet Türen für Produkte ’Made in Scandinavia’“, schätzt Marktkenner Alexander Sanner die Chancen ein.  Der Skandinavien-Fan und ehemalige Swatch-Manager bringt mit seiner Agentur vier schwedische Design-Labels auf den deutschen Markt. Außerdem führt er in Frankfurt den hierzulande einzigen Flagship-Store von Design House Stockholm. „Die Objekte sind zwar ein bisschen teurer, aber die Kunden – insbesondere die deutschen – sind bereit, mehr Geld für Produkte mit Charakter zu investieren. Den Manufactum-Slogan „Es gibt sie noch, die guten Dinge“, halte ich für sehr treffend.“

Almedahls sorgt während der Heimtextil 2014 für frisches Design aus Schweden

Almedahls sorgt während der Heimtextil 2014 für frisches Design aus Schweden

Auch während der kommenden Heimtextil können sich die Besucher eine frische nordische Brise um die Nase wehen lassen. So zeigt sich unter anderem Almedahls von seiner vielfältigen Seite. Das vor über 150 Jahren gegründete Unternehmen gehört zu den bedeutendsten schwedischen Designunternehmen. Dies zeigt sich nicht nur in dem Segment „Home Interior Decorations“ und bei Sonnenschutzlösungen, sondern vor allem auch im Objektbereich. Hier bieten die kreativen Schweden ganzheitliche Konzepte vom Teppich über Möbelstoffe bis hin zu innovativen Akustik-Lösungen.

Nicht minder ideenreich wird sich Eco-Borastapeter in Frankfurt präsentieren. Der Tapetenhersteller mit seinen vier Marken „Cole & Son“, „Eco Wallpaper“, „Borastapeter“  und „Mr. Perswall“ ist in der Lage, höchst individuelle Wandkleider zu fertigen ¬bis hin zur Wallpaper on demand. Für das Label „Mr. Perswall“ enstanden in einer einzigartigen Zusammenarbeit mit dem Fotografen Tobias Guldstrand ganz persönliche Erinnerungen an New York. Gebannt auf Foto-Tapeten, sind sie fantastische Hingucker für die vier Wände.

Heike Gessulat

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