Die frühen Jahre des Schlafes

Nicht nur der Mensch selbst und sein Körper verändern sich mit den Lebensjahren. Auch der Schlaf und die individuellen Bedürfnisse machen von der Wiege bis zur Bahre einen Wandel durch. Und das Bett wächst mit – nicht nur im wörtlichen Sinne bezogen auf die Kindheit und Jugend, wo man aus dem ersten Kinderbett rasch herauswächst. Das gilt auch für die Optik. Kids, die mit zehn Jahren noch auf Buntes und Verspieltes standen, fragen sich mit zwölf oder vierzehn, wie ihre Eltern ihnen nur solche Bettwäsche antun konnten.

Jungen Eltern fällt rasch auf: Unterfederungen sind bei Betten für Kleinkinder kein Thema. Das Lattenrost ist bei den meisten Anbietern starr. Der Grund dafür ist einfach: Kleinkinder sind leicht, ein Lattenrost, das flexibel ist, hätte keinen Effekt. Aufgrund des geringen Körpergewichts ist relevanter, dass die Matratze weich ist (während schwere Personen später eher eine harte Matratze brauchen). Eine gute Lösung bietet die RÖWA-Tochter Selecta mit der „mitwachsenden“ Kindermatratze K2: Ab einer bestimmten Körpergröße wird sie gewendet; sie ist so konzipiert, dass sie sich dem wachsenden Körper eines Kindes anpasst.

Aufmerksamkeit sollte man schadstoffarmen, geprüften Materialien widmen – beim Bettrahmen ebenso wie bei Decke, Kissen, Bezügen. Denn Kleinkinder neigen dazu, ihre Umgebung mit Zunge und Zähnen zu erforschen. Großen Wert hierauf legt der deutsche Hersteller Kindertraum, der auf der Heimtextil unter anderem Deckenbezüge aus Baumwolle vorstellt – atmungsaktives und kuscheliges Material, das jährlich mit Ökotex 100 für Babyartikel zertifiziert wird.

Betten für Kinder bieten zudem einen Spielfaktor – sie sind zum Beispiel mit Rutsche oder Klettergerüst ausgestattet, sehen aus wie ein Auto, ein Baumhaus, eine Höhle. Alles, was Kindern Spaß macht, ist denkbar bis hin zu individuellen Anfertigungen. Die Oberbadische Bettfedernfabrik (OBB) aus Lörrach setzt für die Kleinen auf Zudecken und Kissen mit Daunen oder hochwertiger, bauschiger Faserfüllung und verspielte Optik mit kindgerechten Details und Stickereien. TAVO aus der Oberpfalz wird auf der Heimtextil 2016 ebenfalls wieder dabei sein – das mittelständische Unternehmen legt bei seiner komplett in Deutschland stattfindenden Produktion großen Wert auf Nachhaltigkeit und bietet Produkte für Kleinkinder bis hin zu jungen Erwachsenen.

Spätestens im Jugendzimmer, wo die Schulfreunde einkehren, entwickelt sich mit der Pubertät ein eigener Geschmack. Bett und Ausstattung werden zwar noch von den Eltern bezahlt, aber der Nachwuchs hat bereits ein paar Worte mitzureden – und weiß oft genau, was er will. Bei Matratze, Unterfederung und Materialien sollten sich die Eltern aber durchsetzen und vor allem darauf achten, dass das Bett Qualität hat, dass die Matratze die Wirbelsäule stützt, das Kissen die richtige Höhe und Festigkeit hat, je nachdem ob Sohn oder Tochter auf dem Rücken oder der Seite schlafen. Man kann seine Kinder ruhig mal fragen: Schwitzt oder friert ihr nachts? Könnt ihr gut ein- und durchschlafen? Sind die Heranwachsenden morgens fit und munter oder eher gerädert? All das kann, muss aber kein Hinweis auf Probleme mit dem Bett geben. Wenn gesundheitliche Ursachen oder Stress (zum Beispiel in der Schule) als Ursache für Schlafprobleme ausgeschlossen werden kann, dann liegt es vielleicht doch an einer zu festen oder zu weichen Matratze, einem nicht passenden Kissen, einer zu dicken oder dünnen Zudecke. Anregungen finden Sie im Januar 2016 auf der Heimtextil in Frankfurt – und die Schlafkampagne leitet in der Galleria 0 durch die Lebensjahre des Schlafes!

Gerrit Wustmann
http://www.schlafkampagne.de

 

 

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