Blog der Heimtextil

Die Frage nach den Trends für 2020 ist nicht so leicht zu beantworten. Die Zeit der vorgegebenen Stil-Richtungen ist vorbei. Es gibt keinen Massengeschmack mehr. Es geht um Diversität. Das zeigte auf der vergangenen Heimtextil nicht nur der eindrucksvolle Trend Space, sondern auch das variantenreiche, vielfältige Angebot der Aussteller von Haus- und Heimtextilien.

Großartig inszeniert mit 1.000 Aussteller-Exponaten: Der Trend Space in Halle 3.0 zeigte auf imposante Weise, was die Heimtextil Trends 2020/21 konkret bedeuten – mit seinem riesigen Dom für die Luxury Heritage-Thematik, der Half Pipe für Active Urban, dem überdimensionalen Pouf im Materialmix bei Multi Local, dem beschützenden Zelt für Pure Spiritual, der dynamischen Pole Dance-Inszenierung bei Maximum Glam und der aufblasbaren Riesengestalt als gemeinsamem Sympathieträger. Die Darstellung des Themas „Where I belong“ führte vor Augen, dass Identität durch viele Erlebnisse geformt wird. Und diese wiederum etwas damit zu tun hat, wie man sich einrichtet, was einem gefällt. Alles ist inklusiv, findet zusammen, tauscht sich aus. Mit dem einen großen Ziel: Wohlbefinden. Es geht darum, textiles Interior Design für eine heimelige, angenehme Atmosphäre zu nutzen. Und die kann für jeden anders aussehen.

Individualität durch Flexibilität
Das Angebot an Heim- und Haustextilien war noch nie so vielseitig wie heute. Die meisten Kollektionen sind in ihrer Variierbarkeit auf die Verwirklichung individueller Einrichtungswünsche ausgelegt. Lampenschirme können mit Stoffen aller Art bezogen werden (Dannells), Wetcare-Produkte lassen sich mittels Digitaldruck farblich ganz beliebig verändern (Pintail International), Tapeten mausern sich zu einzigartigen Wandunikaten (Feathr Oy, Welter Manufaktur für Wandunikate), die Auswahl von Prints und Jacquards für Polstermöbel wächst (B&B Fabrics).

Marken-Mix für jeden Geschmack beim Aussteller BEDDING HOUSE B.V.

Eine beeindruckende Vielfalt war auch im Produktangebot für Bett, Bad und Tisch zu finden: Als Tischkultur mit unterschiedlich gemusterten, auf einem langen Esstisch zusammengeführten Läufern (Sander); als Kampagnenthema (zoeppritz since 1828), als Marken-Mix, der unterschiedlichste Geschmäcker bedient (BEDDING HOUSE B.V.). „Culture, Country, State of Mind prägen die Farbentwicklung. Der Markt verlangt nach Ruhe, nach Pastells und Whites. Aber unserer Meinung nach geht beides: Aktive Farben wie Rot und Orange im Wohnzimmer. Ruhige Farben im Schlafzimmer“, findet Silvia Cunhar von Ricardo Milton.

Zu sehen war das Thema Vielseitigkeit im Kleinen wie im Großen: Die offene Interpretierbarkeit der Kollektionen, die Mischung von Farben, Stoffen, Prints und Stickereien eröffnen einen neuen Weg zu verspielterer und opulenterer Inneneinrichtung (Sanderson – Caspian/Style Library), beispielsweise auch als kultureller Mix mit Motiven aus Indien, Japan oder Afrika (S. Gramage Hogar).

Edda Simon

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