Einzigartige Gebäude brauchen maßangefertigte Lösungen

Luftige Atmosphäre in der Bibliothek trotz Gebäudeeinhüllung

Luftige Atmosphäre in der Bibliothek trotz Gebäudeeinhüllung

Licht-, Sicht-, Sonnen, Wetter- und Blendschutz für Reichstag & Co.

Schon der Originalbau des Reichstags in Berlin von 1894 hatte eine Kuppel. Mit ihren 75 Metern Höhe ragte die für damalige Verhältnisse hochmoderne Stahl- und Glaskonstruktion in den Himmel hinein. Im Krieg stark zerstört, wurde sie am 22. November 1954 wegen statischer Unsicherheit gesprengt.

Die jetzige Kuppel, vom britischen Architekten Norman Foster entworfen, ist „nur“ 47 Meter hoch und trotzdem ein Publikumsmagnet. Die zahlreichen Besucher gehen unter der Außenkuppel spazieren, während die Abgeordneten vom Plenarsaal aus die Innenkuppel sehen, an der ein maßgefertigter, beweglicher Sicht- und Sonnenschutz angebracht ist. Ein Komfort, den die ursprüngliche Kuppel noch nicht besaß. Hersteller der Sonderkonstruktion ist die Firma Clauss Markisen, Tochterfirma der „Mechanischer Hachtel Zug“ (MHZ) Gruppe aus Leinfeld-Echterdingen.

 

Die Innenkuppel über dem Plenarsaal: akustisch wirksamer Sonnen- und Sichtschutz.

Die Innenkuppel über dem Plenarsaal: akustisch wirksamer Sonnen- und Sichtschutz.

„Wir suchen immer technisch schwierige Herausforderungen. Besonders stolz sind wir dann, wenn so anspruchsvolle Architekten wie Sir Norman Foster mit unserer Arbeit zufrieden sind. Das spornt uns an, immer unser Bestes zu geben“, erklärt MHZ-Chef Wilhelm Hachtel.

Zu einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Stararchitekten kam es, als dieser die „Rostlaube“, das geisteswissenschaftliche Institut der Freien Universität Berlin, sanierte. Das Baumaterial Cor-Ten, ein kontrolliert rostender Stahl, rostete unkontrolliert. Foster rettete das Gebäude. Teil seines Plans: eine textile Gebäudeeinhüllung. Clauss Markisen, Marktführer bei textilen Sonderkonstruktionen, setzte circa 1.000 Einzelfelder – alle mit individuellem trapezförmigem Zuschnitt und einer Gesamtfläche von ungefähr 4.000 Quadratmetern – hinter der gewölbten Glasfassade ein. Einkonfektionierte Edelstahlgitter sorgen für Lüftung, Ethylen-Tetra-Fluorethylen (ETFE) Folien für Lichtdurchlass.

 

Sonnenschutz aus Edelstahl, integriert in die Fensternischen.

Sonnenschutz aus Edelstahl, integriert in die Fensternischen.

Für den Innenhof von Schloss Weitra im niederösterreichischen Waldviertel stellte Clauss Markisen im Jahr 2006 vier quadratische Wetterschirme her. Die Bespannung aus dem Teflongewebe Polytetrafluorethylen (PTFE) hat eine Gesamtfläche von circa 750 Quadratmetern. Die Schirme sind höhenversetzt und überlappend angeordnet und schützen Besucher während der Veranstaltungen vor Regen.

Auch die Bewohner der drei Moma-Wohntürme in Beijing, China, suchen Schutz vor der Sonne mit Produkten von Clauss Markisen. Der s_enn®Sonnenschutz aus Edelstahl wurde hier im vergangenen Jahr in die Fassadennischen integriert. Umfang dieses Projekts: 3.000 Anlagen auf circa 16.500 Quadratmetern.

Etwa 1.200 Mitarbeiter arbeiten in zehn europäischen Konfektionswerken und setzen im Jahr circa 1,5 Millionen Aufträge nach Maß um. Nicht alle sind spektakulär, aber generell beginnt für das Tochterunternehmen der MHZ Gruppe die Arbeit dort, wo die Möglichkeiten der Serienanfertigung enden.

Bildquellen:
Bild 1, 2 und 3 © Clauss Markisen

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