Green Buildings: Nachhaltige Architektur für mehr Wirtschaftlichkeit und Attraktivität

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Grüne Textilien und nachhaltiges Bauen zählen zu den Schwerpunktthemen der Heimtextil.

Wie kann man seinen Energieverbrauch in acht Jahren um 35% senken? Marks & Spencer machen es vor. Sie sind für ihr Nachhaltigkeitsengagement bekannt und haben sich selbst die Marke von 35% gesetzt. Bis jetzt ist es den Briten gelungen, 28% an Energie einzusparen. Der Handlungsbedarf ist bei Handelsunternehmen besonders groß. Ebenso das Kosteneinsparpotenzial. Das zeigt eine Studie der Royal Commission on Environmental Pollution in Großbritannien. Diese besagt, dass der Einzelhandel sechs Mal so viel Energie verbraucht wie Fabriken und drei Mal so viel wie Bürogebäude.

Der Trend des nachhaltigen Bauens treibt auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Firmen, Instituten und Universitäten um. Ob intelligente Beleuchtungssysteme, sich selbst reparierender Beton oder Dämmmaterialien aus PET-Flaschen – es gibt kaum einen Anwendungsbereich, in dem man sich nicht mit Aspekten des Grünen Bauens auseinandersetzt. Die Natur ist hier immer wieder Ideengeber. So war bei einem Forschungsprojekt des Instituts für Textil- und Verfahrenstechnik (ITV) in Denkendorf das flauschige Fell des Eisbärs das Vorbild. Entstanden ist ein energieautarker Pavillon. Die Entwicklung bestehend aus einem schwarz beschichtetem Textilgewebe, einer hochporösen Membran mit Wärmetransportschicht, fünf Sonnenkollektoren und einem innovativen patentierten Langzeit-Wärmeenergiespeicher kann im Sommer so viel Wärme speichern, dass der Pavillon im Winter beheizt werden kann.

Immenser Anstieg an nachhaltigen Bauprojekten
Weltweit gehen übrigens 51% aller Architekten, Ingenieure, Immobilienbesitzer und Berater davon aus, dass sie im Jahr 2015 über 60% ihrer Arbeit Green Buildings widmen werden. 2012 waren es noch 28%. So lautet das Ergebnis des Smart Market Reports „World Green Building Trends“ des US-Beratungsunternehmens McGraw-Hill Construction’s, der vor wenigen Wochen erschienen ist. Der Bericht belegt einen immensen Anstieg an nachhaltigen Bauprojekten von heute bis 2015: neue, grüne Geschäftsgebäude stehen dabei an erster Stelle (63%), gefolgt von der Renovierungen und Umrüstung von Gebäuden nach nachhaltigen Aspekten (50%).

Dass nachhaltiges Bauen auch wirtschaftlich sinnvoll ist, verdeutlicht der Bericht des World Green Building Council (WGBC) 2013. Darin heißt es, bei Green Buildings gehe es nicht nur um die Rettung der Erde, sie seien vielmehr wirtschaftlich sinnvoll. Schließlich werden in der Nutzungsphase durch die Senkung des Wasserverbrauchs und des CO2-Ausstoßes sowie durch einen niedrigeren Energieverbrauch Risiken gemindert und Kosten gesenkt. Die Wirtschaftlichkeit und Attraktivität der Immobilien steigen.

Jana Kern

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