Karl Lagerfeld und Hamburgs „Sophienterrassen“

Karl Lagerfeld im neu eröffneten Showroom der Sophienterassen

Karl Lagerfeld im neu eröffneten Showroom der Sophienterassen

Der Stardesigner entwirft Inneneinrichtung des exklusiven Wohnprojekts

„Ich habe mich schon immer für Häuser interessiert“, erklärt Karl Lagerfeld. „Neulich habe ich in einer französischen Zeitschrift gelesen, dass ich in den letzten 35 Jahren ungefähr 30 Häuser für mich selbst eingerichtet habe. Also ist das eine normale Erweiterung meines Berufes.“ Mit „das“ meint der Modeschöpfer das Projekt „Sophienterrassen“.

Blick über die Sophienterrassen

Blick über die Sophienterrassen

In Harvestehude, einem der schönsten Stadtteile der Hansestadt, am linken Ufer der Außenalster gelegen, entstehen derzeit über 130 Wohneinheiten der Extraklasse: Alstervillen, Parkvillen und Stadthäuser.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt von der Frankonia Eurobau AG, die hier 340 Millionen Euro investiert und trotz allgemeiner Krise optimistisch in die Zukunft blickt. „Wir haben sehr viele Anfragen“, bestätigt Sabine Stecher, Verantwortliche für das Qualitätsmanagement des Bauträgers. Zu konkreteren Aussagen lässt sie sich jedoch nicht animieren. „Dazu möchte ich nichts weiter sagen, denn das ist eines unserer Prinzipien. Alles dezent und ruhig angehen, nicht viel herausposaunen.“ Bekannt gegeben wurde jedoch die Zusammenarbeit mit Karl Lagerfeld, der in dem besagten Nobelviertel aufwuchs und zwei der Alstervillen, sowie den Rezeptions- und Loungebereich des Sophienpalais und ein Restaurant einrichten wird.

(Noch) nicht der hanseatische Stil – Lagerfeld Suite im Schlosshotel im Grunewald
Im Blitzlichtgewitter der Fotografen eröffnete der in Paris lebende Lagerfeld im Frühjahr diesen Jahres den

 

Showroom, der wie eine Art Musterhaus besichtigt werden kann.

Showroom, der wie eine Art Musterhaus besichtigt werden kann.

Der Showroom zeigt den Interessenten eine mögliche Variante der Raumaufteilung und gibt ihnen Anregungen für das Interior. Lagerfeld selbst hat sich bereits Gedanken zur Inneneinrichtung gemacht: „Ich habe gewisse Ideen im Kopf und muss sehen, ob die da hinein passen.“

Auf jeden Fall legt er Wert auf Qualität und Gemütlichkeit. „Gemütlichkeit im guten Sinne des Wortes“ betont er: „Nicht auf die spießige Art.“

Die „Sophienterrassen“ sind übrigens nicht das einzige Projekt, das Lagerfeld in die Welt der Innenarchitekten führt. Auch die Dubai Infinity Holdings konnte den Modezar für eine Zusammenarbeit gewinnen. 80 Anwesen wird Lagerfeld auf der Isla Moda vor der Küste des Emirates einrichten. Die Insel der Mode soll inmitten der künstlichen Inselgruppe „The World“ entstehen und gutbetuchtes Klientel begeistern und anziehen.

Karl Lagerfeld interessierte sich schon früh für Inneneinrichtung und –gestaltung. So hat er bereits Anfang der 90er Jahre den Umbau des Schlosshotels Grunewald kreativ begleitet: Dort herrschen Gold, Stuck und Seidentapeten aus Lyon vor.

In Hamburg hingegen wird Lagerfeld seine Prioritäten anders setzen: „Irgendwie muss man eine moderne Formel für einen etwas eleganten, aber nicht langweilen und nicht spießigen, neuen hanseatischen Stil finden“, erläutert der Stardesigner. Anfang September werden die Arbeiten an den Gebäuden so weit gediehen sein, dass an die Innenausstattung gedacht werden kann. Im kommenden Jahr sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein. Über die Umsetzung des hanseatischen Stils werden wir an dieser Stelle berichten.

Bildquellen:
Bild 1 und 2 © Frankonia Eurobau AG
Bild 3 © Jens Alma Berlin, Schlosshotel im Grunewald

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