Kennen Sie Harry Cotton?

www.sustainable-cotton.net

Harry Cotton ist klein, weiß und flauschig. Von Beruf ist er Baumwoll-Experte und weiß ziemlich viel: Zum Beispiel, dass 160 Millionen Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern von der Baumwolle leben. Oder dass man für ein T-Shirt 8.500 Liter Wasser alleine im Anbau benötigt. Er weiß auch, dass Baumwolle nur 3% der globalen Anbaufläche ausmacht, aber 15% aller weltweiten Insektizide auf Baumwollfeldern versprüht werden. Auf Grund des hohen Wasserverbrauchs und des starken Einsatzes von Chemikalien habe Baumwolle übrigens eine ziemlich schlechte Ökobilanz.Das hört sich nicht gerade prickelnd an. Und das ist es auch nicht. Deshalb möchte Harry Cotton darauf aufmerksam machen, dass es auch anders geht. Nämlich mit nachhaltiger Baumwolle. Wer Kleidung aus nachhaltiger Baumwolle kauft, sichere den Baumwollbauern ein gerechtes Einkommen und sorge dafür, dass die Umwelt geschont wird. So wie unseren Facebook-Account oder unser Auto sollten wir auch die Umwelt pflegen, sagt Harry Cotton. Viele Konsumenten würden das ja bereits tun, zum Beispiel indem sie Bio-Lebensmittel kaufen, Recycling-Papier verwenden oder mit Bus und Bahn fahren. Doch über ein sehr naheliegendes Thema würden sich die meisten Menschen keine Gedanken machen: Unsere Textilien am Leib. Und Gleiches gilt sicher auch für die Textilien in den eigenen vier Wänden.

Und wer ist nun dieser Harry? Das kleine weiße Männchen ist eine Comic-Figur, die von der Initiative für Nachhaltige Baumwolle (INBW) ins Leben gerufen wurde. Der sympathische Wicht ist der Wegbereiter für eine Konsumenten-Kampagne. In einem Kurzfilm und auf der Homepage www.sustainable-cotton.net werden Verbraucher dazu aufgerufen, „sich vernünftig anzuziehen“ und Kleidung aus nachhaltiger Baumwolle zu tragen.

Baumwoll-Initiativen wie die Aid by Trade Foundation und TransFair sowie weitere Partner, die im Bereich biologisch angebauter Baumwolle aktiv sind, haben sich in der INBW zusammengeschlossen, um das Thema nachhaltige Baumwolle stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Im Rahmen der Veranstaltung „Change your Cotton“ auf der Ethical Fashion Show Berlin hat sich die Initiative erstmals vorgestellt und gemeinsam mit verschiedenen Experten Zukunftsszenarien für nachhaltige Baumwolle diskutiert.

Jana Kern

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