Kleingemustert, nicht kleinkariert

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Der neue Trendcode: Fein gemusterte Bettwäsche

Feine Muster sind der Trendcode bei Bettwäsche. Angesagt sind Bindungseffekte und Webstrukturen von Melange über Fischgrät und Faux-Unis bis zu edlem Damast. Changierende Garne sorgen für optische Tiefe. Ein anderes starkes Thema ist Digitaldruck. Mit tiefenscharfen und farbbrillanten Dekoren auf Satinfond spielt er inzwischen auch bei Bettwäsche eine wichtige (Mode-)Rolle.

Naturgetreue Rosen (Bierbaum), Aquarellstreifen im Farbverlauf, exotische Tiere und traumhafte Blütenpracht (Fleuresse) avancieren zum Eyecatcher im Schlafzimmer. Uni-Rückseiten werten die Drucke auf. Häufig sieht man warme Herbstfarben von Apricot über Orange bis Rost, die Rottöne können auch ins Bläuliche tendieren und erscheinen dann in Rosé, Himbeer und Beerentönen, die mit Grau, Silber, Platin und Taupe kombiniert werden.

Außerdem en vogue: Blauschattierungen von Türkis bis Petrol sowie Bindungseffekte und Webstrukturen von Melange (Wülfing). Fashion-Brands wie Desigual übertragen ihre modische DNA auch auf den Interieur-Bereich.

Großer Beliebtheit erfreuen sich weiterhin Wohndecken und Plaids. Sie haben sich als trendiges Wohnacessoire etabliert. Aber: Der Handel ordert immer kurzfristiger, was von den Anbietern eine Fertigung „just-in-time“ oder den Ausbau der Lagerfunktion erfordert. Langfristige Planungen für die Produktion werden immer schwieriger. Mit Spannung beobachtet die Industrie die Entwicklungen der Forschung im Bereich Zusatznutzen: „Eingebaute“ Elektronik wie Kommunikationsmedien, zusätzliche Wärmequellen oder spezielle Sensoren könnten ganze neue Perspektiven eröffnen, sagt Barbara Sprinzl von Eagle. „Aber noch ist das Zukunftsmusik“.

Natürlichen Charme strahlt ein Mix aus Vintage- und Naturlook aus. Authentisch und originär muten Wohndecken mit Strick- und Weboptiken, Moulinés, Ombrés und Karos an, die wie handgearbeitete Einzelstücke wirken. Die Colorierung ist zurückhaltend und fein nuanciert in Sand, Natur, Grau, Schlamm, Moos, abgedunkelt bis hin zu Anthrazit und Schwarz. Akzente setzen Türkis und Limette (Eagle, Biederlack). Den dekorativen Part übernehmen Ornamente und Paisleys in Edelsteintönen wie Topas, Amethyst und Saphir und Ethno-Muster, die durch Reduzierung und Stilisierung eine sehr moderne, urbane Note erhalten. (Biederlack). Lichte zarte Pastells wie Rosé, Eisblau, Citron und Silber werden mit weißen Fransen, 3-D-Strukturen oder lässigen Streifen sehr erwachsen interpretiert und verstärken sich im Frühjahr zu fruchtigen Sorbettönen von Vanille über Mint bis Lavendel (Eagle).

Claudia Weidt

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