Auf der Ideen-Autobahn durch Finnland

Studio Kelkka im Trend Forum der Heimtextil 2014

Studio Kelkka im Trend Forum der Heimtextil 2014

Auf die Frage, wie sie sich zu immer neuen Designs inspirieren, lacht Pinja Laine von Studio Kelkka und sagt: „Das ist ehrlich gesagt ganz einfach. Als Designer bekommen wir die Inspiration aus unserem Alltag, aus der Natur, auf Reisen, von der Kunst, von anderen Menschen, aus guten Gesprächen – manchmal sogar aus TV-Serien oder einem Film. Die Ideen fließen wie auf einer großen Autobahn, dann biegen wir auf eine schmalere Straße mit ihnen ab und wenn man eine Weile mit seinen Ideen gereist ist, wird es still und man ist mit ihnen angekommen.“ Einige Ideen wachsen zu großen Konzepten heran und finden ihren Weg in den Markt und andere werden im Skizzenblock festgehalten oder einfach nur als Gedanke.

Studio Kelkka ist eine Gemeinschaft von 10 Designerinnen in Finnland. Jede bringt ihre individuellen Design-Ansätze mit und aus der Gemeinschaft entsteht die Kraft, im internationalen Markt der Heimtextilien etwas zu bewirken. Studio Kelkka verbindet das aktuelle Trend Thema „Progress/Revive“ schon seit einiger Zeit. Scheinbar flickern die Trends auf der ganzen Welt über die Ideen-Autobahn und die Menschen, die sich damit beschäftigen, kommen zu ganz ähnlichen Ansätzen. „Wir möchten uns mit unserem Design-Anspruch vor allem aus der Komfort-Zone herausbewegen. Dazu ist die Dynamik, die wir in der Gruppe aus 10 Frauen haben wunderbar geeignet. Wir fordern uns gegenseitig immer wieder heraus“, sagt Pinja weiter.

Studio Kelkka arbeitet schon seit einigen Jahren mit Digitaldruck, aber erst in diesem Jahr ist ihnen mit dieser Technik so etwas wie der Durchbruch auf der Heimtextil gelungen – auch weil der Markt sich für dieses Verfahren jetzt mehr und mehr öffnet. Die zehn Frauen aus Finnland waren auf der diesjährigen Heimtextil mit 20 Designs im Trend Forum vertreten – die meisten davon im Digitaldruck.

Design Peippo von Pinja Laine

Design Peippo von Pinja Laine

Diese Designs basieren auf ganz unterschiedlichen Herangehensweisen im Entstehungsprozess. Da wurde zum Beispiel im Vorfeld mit Zwiebelschalen und Blütenblättern oder mit Tinte und Wasser auf Fotopapier experimentiert. Teile dieser Ergebnisse wurden dann für die elektronische Weiterverarbeitung hergenommen. Ein spannender Prozess, der trotz seiner hochtechnologischen Professionalität seinen Ursprung fast immer im Natürlichen hat. Die harmonische Verbindung dieser Extreme lässt offensichtlich gutes Design entstehen. Studio Kelkka zeigt das in Perfektion und die Frauen aus Finnland haben nach eigener Aussage noch unendlich viele Ideen und Gedanken, mit denen sie auf den kreativen Autobahnen der Design-Welt unterwegs sind.

Kerstin Böhning

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