Liebe Architekten: …

… Vier Wände sind so von gestern!

Der durchschnittliche Mensch hat gelernt alle seine Träume, alle seine Wünsche, ja sein Leben in die vier Wände zu pferchen, die sein Zuhause darstellen. Muss das wirklich so sein? Warum können Wohnräume oder auch ganze Häuser nicht so sein wie das bekannte Spielzeug “Transformers”? Kann dasselbe Raumangebot, für die gleichen finanziellen Voraussetzungen nicht auch einfach mehr bieten? Haben nicht alle ein Recht auf ein “Nest”, das mehr als nur Schutz und Geborgenheit bietet? Was ist wenn der ganze Wohnraum sich dynamisch verändern und den momentanen Bedürfnissen anpassen kann? Wir beleuchten heute ein paar interessante Konzepte.

Transformer-Haus bekommt Architekturpreis

Ein Haus bei dem sich Wände öffnen und Decken verschieben lassen, der Briefkasten wird durch ein Geheimfach geleert: Was der Architekt Richard Murphy gebaut hat, kann man einen bewohnbaren Zauberwürfel nennen. Die Möglichkeiten es vielfältig zu verändern, lassen das Kind in uns erwachen. Murphy’s Zuhause wurde vom Royal Institute of British Architects zum „Haus des Jahres“ 2016 gekürt.

Fußböden lassen sich per Knopfdruck öffnen, um Licht in darunter liegende Räume zu bringen, Wände oder Decken lassen sich einfach wegklappen, um den Blick auf die Außenwelt oder einfach nur auf den Himmel zu ermöglichen. Das Haus kann sich bei schönem Wetter nach außen öffnen oder aber bei schlechtem Wetter dicht machen.

Flexible Wohnräume so wie selbstfahrende Autos

Sei es die Platznot, sei es der Wunsch nach Kreativität – es ist eine Bewegung im Gange, die Wohnlösungen entstehen lässt, die sich durch immer ausgeklügeltere Tricks und Technologie verändern lassen oder sich sogar dynamisch den Situationen anpassen. Das in Boston beheimatete Unternehmen Ori Systems entwickelt Einrichtungslösungen, die auf Knopfdruck aus einem Wohnzimmer ein Schlafzimmer, aus einem Schlafzimmer ein Esszimmer und aus diesem wiederum ein Büro machen können. Dabei werden nicht einfach nur ein paar Möbel aus- und eingeklappt. Es verändert sich grundsätzlich die Struktur des Raumes.

Es bleibt jedoch nicht einfach bei ausgeklügelten Mechanismen. Die Veränderungen können natürlich auch über Sprachsteuerung kontrolliert werden. Das Haus lässt sich zum Beispiel mit Amazon’s Alexa integrieren und der Tisch versteht dann plötzlich über semantische Analyse, dass er sich dem Bewohner nähern soll, um den Wein in greifbare Nähe zu bringen.

Architekten können die Vorreiter einer neuen Wohnqualität für alle sein!

Architekten müssen sich rüsten, damit sie auch in Zukunft noch eine Rolle spielen. Menschen werden anfangen, ihre bisherigen im Durchschnitt tristen Wohnräume abzulehnen und sich in virtuelle Welten flüchten. Lasst uns das verhindern! Und damit meinen wir nicht Scheuklappen aufzusetzen und stur weiterzumachen wie bisher. Wir müssen neue Technologien zulassen, aber wir müssen sie gemeinsam und innovativer nutzen als bisher. Architekten haben die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass Menschen sich auch in Zukunft zu Hause wohlfühlen.

Besuchen Sie die nächste Heimtextil in Frankfurt am Main vom 9. bis 12. Januar 2018, auf der wir vom Finest Interior Award die große Frage stellen: “Whats real?

 

FINEST INTERIOR AWARDDer FINEST INTERIOR AWARD wurde kreiert um die Arbeit von Architekten, Innenarchitekten und feinen Ausstattern zu ehren. Er will dem wachsenden Bedürfnis nach individueller, professioneller Objekteinrichtung Rechnung tragen. Der diesjährige kommunikative Themen-Schwerpunkt des FINEST INTERIOR AWARD ist die Digitalisierung der Realität. Wie wirken sich Virtual Reality und Augmented Reality auf Architektur, Innenarchitektur und Raumausstattung aus? Welche Veränderungen des Berufsbildes sind damit verbunden? Und was haben Konsumenten eigentlich davon? Diesen und weiteren spannenden Fragen geht der FINEST INTEROR AWARD in seinen Gastkommentaren unter dem Motto „What’s real?“ nach.
Der Award wird am Vortag der Heimtextil in Frankfurt verliehen. Während der Heimtextil gibt es im Foyer der Halle 4.0 einen Infostand mit einem Feature zu den Gewinnern.

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Über FINEST INTERIOR AWARD

Der FINEST INTERIOR AWARD wurde kreiert um die Arbeit von Architekten, Innenarchitekten und feinen Ausstattern zu ehren. Er will dem wachsenden Bedürfnis nach individueller, professioneller Objekteinrichtung Rechnung tragen. Der diesjährige kommunikative Themen-Schwerpunkt des FINEST INTERIOR AWARD ist die Digitalisierung der Realität. Wie wirken sich Virtual Reality und Augmented Reality auf Architektur, Innenarchitektur und Raumausstattung aus? Welche Veränderungen des Berufsbildes sind damit verbunden? Und was haben Konsumenten eigentlich davon? Diesen und weiteren spannenden Fragen geht der FINEST INTEROR AWARD in seinen Gastkommentaren unter dem Motto „What’s real?“ nach.

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Ein Kommentar
  1. Antje sagt:

    Ich finde es super, wie sehr wir der Zukunft des Wohnens immer näher rücken. Bin gespannt wie es in 10 Jahren aussehen wird. Schön wäre es, wenn es weiterhin schön wohnlich und warm bleibt. Daher wird bestimmt auch viel Wert auf die passende Dekoration gelegt. Minimalistische Bilder zum Beispiel.

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