Heimtextil Blog der Messe Frankfurt

Angehende Produkt- und Textildesigner waren eingeladen, ihre Arbeiten zur zweiten Ausgabe des „New & Next Hochschulwettbewerbs“ einzureichen. Die Gewinner erhielten einen Messestand in Halle 3.0 und damit die Möglichkeit, sich unter dem Banner von „New & Next“ im Produktbereich „Textile Design“ zu präsentieren.

Die Sieger-Hochschulen sind die Bolton School of Arts, England (Stand B32), Indus Valley School, Pakistan (Stand B34) und die Hochschule Luzern, Schweiz (B 36).

Bolton School of Arts
Die Siegerinnen der britischen Hochschule legen Arbeiten vor, die allesamt von handgezeichneten und -gemalten Vorlagen ausgehen. „Wir motivieren unsere Studenten dazu, sich in der Kunst der Handarbeit zu perfektionieren, bevor sie dazu übergehen, die Entwürfe technisch weiter zu bearbeiten,“ erklärt Lektorin Faye Power. Gewonnen haben Shamoona Mahmood, Demi Carter und Jenny McCarthy mit ihren Entwürfen: Beeindruckende Zeichnungen und Illustrationen zauberhafter Blütenmotive und farbenfrohe Muster inspiriert von traditionellen pakistanischen Designs werden hier gezeigt.

Indus Valley School
Ebenfalls drei Frauen präsentieren ihre Arbeiten, die sie als Zwischenprüfung an ihrer Hochschule abgelegt haben. Hibba Sagib hat sich in die Welt der Düfte begeben und Raumteiler mit echten Nelken, Anis, Zimt oder Kardamon bestückt. Sie möchte damit eine Alternative zu künstlichen Raumdüften anbieten. Insia Aamir hat die traditionellen Kunststoffteppiche „Chaptai“ neu interpretiert und webt mit Recycling-Materialien zauberhafte Muster von Hand. Umme Safa Amin widmet sich den Abfällen von Hochzeiten in Pakistan: Tonnenweise Blütenblätter werden hier weggeworfen und sie nutzt diese Reste zur Herstellung von Farben und bedruckt damit Leder oder Seide.

Hochschule Luzern
Aus der Schweiz kommen drei sehr unterschiedliche Ideen. Cathrin Bär hat für ihre Abschlussarbeit ein Deko-Konzept für ein Lebensmittelgeschäft entworfen und lockt damit in ein Land der Delikatessen. Das Konzept ließe sich von der Wandgestaltung bis zum Briefpapier deklinieren. Benjamin Willi hat sich für seine Akustik-Wandkacheln von alten Papierschöpftechniken inspirieren lassen. Sein Forschungsprojekt Texcycle nutzt „cradle to cradle“ Wege und führt damit in die Zukunft. Tiffany Avila hat für das neue „Waldeburgerli“ – eine Regionalbahn in der Region Basel – eine neue Ausstattung entworfen. Hier flattern Bänder in kräftigen Rottönen über die Kissen und sie lehnt sich damit an die alte Tradition der Bänder-Weber in der Region Basel an.

Viele kraftvolle Ideen und große Schaffenskraft zeichnen die Sieger des Wettbewerbes aus und das Heimtextil-Team wünscht allen viel Erfolg für eine weiterhin kreative Zukunft.

Kerstin Böhning

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