Heimtextil Blog der Messe Frankfurt

Es ist radikal einfach: Wo keine toxischen Inhaltsstoffe hinein kommen, kommen auch nie wieder welche raus. Manuel Schweizer, CEO von OceanSafe setzt in seinem Unternehmen alles zurück auf Start und bietet Textilien, die zu 100 % biologisch abbaubar sind. Nach ihrem Gebrauch werden sie zu Nährstoffen für kommende Generationen.

Zwei Jahre Auszeit hatte sich der Textilexperte Manuel Schweizer genommen, um (s)einen Neustart vorzubereiten. Er forschte zu biologisch abbaubaren Textilien und kam zu einem einfachen wie alles verändernden Ergebnis: „Es geht nicht darum, Grenzwerte einzuhalten, sondern Schadstoffe gänzlich zu vermeiden“, sagt Schweizer. Im Jahre 2013 hatte er begonnen, sich auf Textilien zu fokussieren, die Teil des biologischen Kreislaufes sind. Die Tatsache, dass immer mehr Polyester und bei den Naturfasern Additive eingesetzt werden, welche dann beim Waschen in den Wasserkreislauf gelangen und dort für Hunderte von Jahren bleiben, wollte er als Textiler nicht mehr mitverantworten. Heute stellt er Textilien aus Naturfasern oder Plastik her, die innerhalb weniger Wochen verrotten würden – bzw. er führt sie wieder einem Kreislauf zu und gewinnt daraus Biogas und Kompost. OceanSafeTM will das Qualitätssiegel im Bereich der nachhaltigen Textilindustrie werden. Es erfüllt mindestens die Anforderungen des Zertifikats Cradle to Cradle CertifiedTM Gold – beim Faktor Materialgesundheit sogar die Anforderungen für das Zertifikat Cradle to Cradle CertifiedTM Platin. In Teilbereichen werden die strengen Parameter des Global Organic Textile Standard (GOTS) eingehalten. Die Nähateliers der Baumwollprodukte in der Türkei werden zudem von FairWear auditiert. Mehr faszinierende Neuigkeiten von Textilien, die man essen könnte, gibt es in Halle 8.0, Stand D74.

Kerstin Böhning

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