Heimtextil Blog der Messe Frankfurt

Beißschienen, Schlafmasken oder Rückenkissen – wer schnarcht, dem wird mit einer Vielzahl an Produkten Abhilfe versprochen. Einige der Schnarch-Stopper jedoch beeinträchtigen die Schlafqualität erheblich. Heimtextil-Aussteller Auping will deshalb die Schnarch-Dezibel mit smarter Technik möglichst nebenwirkungsfrei senken.

In den Schlafzimmern dieser Welt sind laut Forschung allerlei Schnarch-Lautstärken vertreten: Vom Flüstern (25 Dezibel) über den Fernseher in Zimmerlautstärke (55 Dezibel) bis hin zum Motor-Rasenmäher (85 Dezibel) reicht die Geräuschkulisse. Mag ein Flüster-Schnarchen noch erträglich (bis niedlich) sein, sind die meisten sich wohl einig darin: Wer in der Lautstärke eines motorisierten Rasentrimmers tönt, raspelt die eigene Nachtruhe und die seiner Mitschläfer ziemlich weit runter.

Doch nicht nur der Bettpartner leidet unter dem Säge-Sound, sondern vor allem der Betroffene selbst: „Schnarchen hat einen großen Einfluss auf den Alltag – wer viel schnarcht, startet nicht ausgeruht in den Tag“, sagt Anna Havermann, Marketing-Managerin bei Auping. Das zeigt auch eine 2016 veröffentlichte Langzeitstudie der israelischen Ben-Gurion-Universität mit 2000 Teilnehmern, die besagt: Je lauter jemand schnarcht, desto erschöpfter ist er am Tag. Laut der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin schnarchen etwa 20 bis 46 Prozent aller Männer im mittleren bis höheren Alter; bei Frauen sind bis zu 25 Prozent betroffen.

„Appsage“ ans Schnarchen
Zwar gibt es inzwischen jede Menge Produkte, die Abhilfe versprechen, etwa Öle und Sprays für den Rachen, Nasenklemmen und -spreizer, Schlafmasken und Beißschienen, sogar umschnallbare Kissen, die die Rückenlage verhindern sollen, weil es sich in der besonders gut schnarchen lässt. „Das Problem ist aber: Viele dieser Produkte beeinträchtigen selbst die Schlafqualität“, erklärt Havermann. „Wir wollten deshalb eine Anti-Schnarch-Lösung entwickeln, die kaum merklich in den Schlaf eingreift.“

Also haben die Software- und Produktspezialisten von Auping eine App entwickelt, die sich mit den motorischen Bett-Unterfederungen des Unternehmens verbinden lässt. Das Prinzip: Die App misst die Schnarch-Dezibel des Probanden; wird eine – zuvor einstellbare – kritische Lautstärke erreicht, signalisiert der digitale Assistent dem Bett: Rückenteil leicht anheben, um die Atemwege zu öffnen, oder kurz das ganze Bett bewegen, um eine Lageveränderung des Schlafenden zu veranlassen. „Der Schnarchende merkt davon nichts, er schläft einfach entspannt weiter – und der Bettpartner ebenso“, versichert Marketingfrau Havermann. Mit der Kombination aus Spiralunterfederung und intelligenter Technologie, sagt sie weiter, habe man Europas erste „Smart Base“ geschaffen, um schnarchenden Menschen behutsam zu helfen.

Auping präsentiert seine Neuheiten im „Sleep! The Future Forum“ auf der Heimtextil im Foyer der Halle 11.0.

Headerfoto: ©Auping

Ronny Eckert

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