Starfotograf Albert Watson fotografiert Baumwollbauern in Benin

A. Watson

Er hatte sie alle vor der Kamera: Kate Moss, Mick Jagger, Jack Nickolson und Alfred Hitchcock. Statt Models und Schauspielern waren die Stars vor seiner Linse zuletzt Baumwollbauern in Afrika. Denn für die Initiative „Cotton made in Africa“ ist Watson nach Benin gereist. Die dort entstandenen Bilder sind jetzt in einer Ausstellung in den Deichtorhallen in Hamburg zu sehen. Das Herzstück der Ausstellung „Vision feat. Cotton made in Africa“ sind 36 großformatige Fotografien, die alle im Dezember 2011 in Benin entstanden sind. Sie zeigen die Kleinbauern und ihre Lebenswelten. Daneben werden 350 bekannte frühere Werke des schottischen Fotografen gezeigt. So werden Fashion und Lifestyle sowie Landschafts- und Porträtaufnahmen mit der Welt der afrikanischen Bauern zusammengebracht.

A. Watson

Eröffnet wurde die Ausstellung von dem Hamburger Unternehmer Dr. Michael Otto, der auch die Aid Trade Foundation mit der Initiative „Cotton made in Africa“ (CmiA) im Jahr 2005 gegründet hat. CmiA steht mit dem Credo „Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel“ für einen innovativen Ansatz der Entwicklungszusammenarbeit. Im Mittelpunkt stehen Schulungen für Kleinbauern, die helfen sollen, die Qualität der Baumwolle zu verbessern, höhere Ernteerträge und damit ein besseres Einkommen zu erzielen. CmiA hat zudem eine Allianz von internationalen Textilunternehmen aufgebaut, die die von den Kleinbauern nachhaltig erzeugte Baumwolle zum Marktpreis einkaufen. Im letzten Jahr kamen weltweit so 15 Millionen Textilien in den Handel. In 2011/2012 nahmen rund 420.000 afrikanische Kleinbauern an dem Programm teil.

A. Watson

Wer sich die Ausstellung selbst anschauen möchte, hat dafür noch bis zum 6. Januar 2013 Zeit. Weitere Informationen gibt es unter  www.deichtorhallen.de.

Jana Kern

Ein Kommentar
  1. Jasmin81 sagt:

    Die photographischen Darstellung der Baumwollbauern in Benin von Albert Watson ist irgendwie etwas ganz besonderes. Die Farben der Benin-Fotos wirken so ausdrucksstark und lassen die Portraits der Prominenten ganz klar in den Schatten stellen. Wer zufällig in Hamburg ist und einen kleinen Eindruck von der Ausstellung haben möchte sollte an den Jungfernstieg gehen, wo er einige der Photographien aus der Ausstellung bestaunen kann.

    Hier ein kleiner Eindruck der Ausstellung

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