Teppiche aus Sweatshirts und Jeans-Etiketten

Teppiche aus Krawatten, Sweatshirts oder Leder-Jeans-Labels von Sharda India

Was vorher einmal alte Flip-Flops, abgetragene Sweat-Shirts oder Jeans-Etiketten waren, werden bei Sharda Exports Teppiche, Bad-Textilien, Bean Bags oder Kissen. Unter dem Motto „Recycle. Reinvent. Rediscover.“ stellt das indische Unternehmen Heimtextilien aus Dingen her, die in westlichen Industrienationen weggeworfen wurden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Es entstehen getuffte, handgewebte oder gepatchte Teppiche aus ehemaligen Sweatshirts, T-Shirts, Jeans, Krawatten und anderen brauchbaren Textilien.

Angefangen hat alles ganz klein: 1983 gründeten J.K. und Meenakshi Gupta eine  Teppich-Manufaktur mit sechs Mitarbeitern in der Nähe von Delhi. Schon Anfang der 1990er Jahre exportierte das Unternehmen seine Produkte nach England und Frankreich. Heute hat Sharda 3.000 Mitarbeiter und liefert in 79 Länder. Unter den Kunden finden sich Namen wie C Wonder, Tory Burch, Mont Blanc, Neiman Marcus, Chanel und Hotelketten wie The Westin und Sun Resorts.

Innovative Ideen aus Indien: ein gepatchter Teppich aus Jeans-Etiketten

Warum ökologische und soziale Aspekte für Sharda so wichtig sind? Ashish Sharma von Sharda nennt viele Gründe: In einem Land, in dem viele Menschen unter schlechten Arbeitsverhältnissen leiden, hat Sharda India es sich zum Ziel gesetzt, vorbildliche Arbeitsbedingungen zu schaffen und seinen Mitarbeitern eine nachhaltige Lebensgrundlage zu bieten. Grundsätzlich steige die Nachfrage Nachfrage nach „grünen“ Produkten. Sharma spricht von einem steigenden weltweiten Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Immer mehr Unternehmen würden Nachhaltigkeit in ihre Unternehmensstrategie integrieren. Sharda profitiere von dieser Entwicklung.

Auch Kosteneinsparungen sind ein Grund. Durch den schonenden Einsatz von Ressourcen könnten Kosten gespart werden. So werde nur die nötigste Menge an Wasser, Strom und Chemikalien in der Produktion verwendet, kontrolliert durch das Umwelt-Management-System. Um Strom zu sparen werden die gebleichten Teppiche in der Sonne getrocknet und über ein Solar-Heizsystem wird das Wasser zum Bleichen der Materialien vorgeheizt. Recycling-Systeme sorgen dafür, dass bis zu 80 Prozent des eingesetzten Wassers und der Energie zurückgewonnen wird.

Mit Zertifizierungen nach ISO 14001 und ISO 9001 seit über zehn Jahren sowie den Rugmark- und Goodweave-Siegeln ist Sharda als indischer Teppichhersteller einer der Vorreiter. Für seinen innovativen Einsatz von Materialien erhielt Sharda auf der Heimtextil 2012 den Trend toward Veracity Award verliehen. Auf der Heimtextil 2013 wird das indische Unternehmen ebenfalls vertreten sein und seine Neuheiten in Halle 6.1 präsentieren.

Jana Kern

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