Studie: Textiles in Hotel Design

Entscheidung und Auswahl

Heute schauen wir in Teil 2 unserer Analyse, wer über die textile Einrichtung entscheidet und wo sich die Entscheider informieren – ob auf Fachmessen, im Fachhandel oder online. Üblicherweise richtet sich die Aufmerksamkeit des Handels und der Hersteller vor allem auf Inhaber und Einkäufer von Hotels. Doch vor allem Hausdamen haben einen deutlichen Anteil an der Entscheidung über die textile Einrichtung. Externe Berater wie Architekten und Raumausstatter sind für ländliche Hotels wichtiger als für Stadthotels. Hier spielt die örtliche Verfügbarkeit und individuelle Beratung eine größere Rolle. Die Ergebnisse im Detail.

Im Hotel entscheiden durchschnittlich zwei verschiedene über die Auswahl der textilen Einrichtung. Deutlich am häufigsten sind das in 76 Prozent der Fälle die Einkaufsabteilung sowie die Hausdame (51 Prozent). In der Stadt entscheiden sogar 92 Prozent der Einkäufer und 85 Prozent der Hausdamen, darüber welche Textilien die Zimmer verschönern sollen. Ähnlich hohe Werte ergeben sich bei Kettenbetrieben. In den häufig inhabergeführten Individualhotels ist neben der spezialisierten Einkaufsabteilung der Inhaber (oder Pächter) mit 67 Prozent ein üblicher Mitentscheider. Auf dem Land entscheiden sogar 85 Prozent der Inhaber und Geschäftsführer über die textile Einrichtung. Vergleichsweise selten (< 10 Prozent) werden externe Experten wie Architekten oder Raumausstatter in die konkrete Entscheidung einbezogen. Dieser Wert erhöht sich jedoch bei Land- und Individual-Hotels.

Entscheider

Informations- und Inspirationsquellen
Messen und Kongresse sind die am häufigsten genutzten Quellen, um sich nicht nur zu informieren sondern auch inspirieren zu lassen. 43 Prozent schätzen es, sich live und persönlich über Trends und Neuheiten kundig zu machen. Die mittelbare Information über den klassischen Katalog nutzen 40 Prozent der Befragten und damit immer noch deutlich häufiger als Internetrecherchen auf den Herstellerseiten (32 Prozent) oder bei Blogs und Online-Communities (27 Prozent). Es lassen sich aber wieder deutliche Unterschiede in den Nutzungsmustern der Stadt- und Land-Hotels feststellen. So orientieren sich die Land-Hotels auch gerne bei den jeweiligen Wettbewerbern (22 Prozent) oder befragen einen Raumausstatter (31 Prozent) bzw. Architekten (28 Prozent). Der Stadt-Hotelier besucht dagegen eher die Fachmessen (47 Prozent), nimmt einen Katalog in die Hand (48 Prozent) und verfolgt die Kritiken in den einschlägigen Online-Communities (32 Prozent).

Informations und Inspirationsquellen

Messen werden aber nicht nur gerne besucht, sondern sie werden auch als wichtig wahrgenommen. 49 Prozent aller Stadt-Hotels sprechen in unserer Befragung von großer Bedeutung.

Quelle Grafiken: BTG. Gesamt: 200 Hotels.
Quelle Foto: Die Träumerei, Michelstadt im Odenwald

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