Was ist Augmented Reality…

…und was ist in Zukunft möglich?

Der FINEST INTERIOR AWARD beschäftigt sich in diesem Jahr mit der Herausforderung des Spannungsbogens verschiedener Realitäten. Damit wir alle ein grundsätzliches Bild der Thematik haben, beleuchten wir in diesem Beitrag die Begriffsdefinition, Ist-Situation und künftigen Möglichkeiten von Augmented Reality.

Woher kommt und wofür steht Augmented Reality?
“Augment” kommt aus dem Lateinischen und bedeutet “Vermehrung, Zuwachs”. Im technischen Sinn handelt es sich um die erweiterte Realität, genauer um eine visuelle Darstellung von Informationen durch technische Geräte.

Schon in den 1960er Jahren wurde intensiv an einschlägigen Systemen gearbeitet – die mobile Version steckt allerdings noch in den Kinderschuhen, entwickelt sich jedoch rasant. Im Gegensatz zur geläufigeren Virtual Reality wird bei Augmented Reality nicht eine komplett neue Welt erschaffen, sondern nur durch technische Maßnahmen erweitert.

Wie nehmen wir Augmented Reality wahr?
Auch wenn der Begriff, kurz AR, nicht jedem geläufig erscheinen mag, so ist doch jeder bereits damit in Berührung gekommen. Einfachstes Beispiel: Bei der Fernsehübertragung von Schispringen oder Fußballspielen werden von den Kommentatoren häufig zum leichteren Verständnis/zur besseren Veranschaulichung Hilfs- oder Entfernungslinien in ein Standbild eingefügt (bevor das Band weitergespult wird/weiterläuft). Auch am Smartphone mit den nötigen Voraussetzungen findet sich Augmented Reality wieder: Mit speziellen Apps, wie jener, die Möbelkette IKEA bereits 2013 herausbrachte, lassen sich gescannte Objekte in die eigene Wohnung projizieren und nach Belieben im Farbton verändern.

Die Ist-Situation
Smartphones sind derzeit häufigstes AR-Endgerät. Erwähnenswert ist auch die Entwicklung von AR-Brillen, wie Microsofts HoloLens. Die Brille wird momentan eher für Forschungs- als für Produktivzwecke eingesetzt. Dennoch hat sie vermutlich mehr Potential als AR am Tablet. Man stelle sich einen Arbeiter vor, der Wartungsmaßnahmen an einer Maschine im industriellen Umfeld vornimmt: Er braucht beide Hände, hätte aber gerne Informationen bei sich, wie Fehlerquellen und Reparaturmaßnahmen.

Allerdings bedarf es noch großer Verbesserung bei der Haptik der AR-Geräte: Beispielsweise müssen die Brillen noch weitaus leichter sein und ein komfortableres Tragegefühl entstehen, um sie alltags- und arbeitstauglich zu machen.

Mittlerweile ist es möglich, aus Wohnbauplänen 3D-Modelle zu erschaffen – ein Traum für jeden zukünftigen Hausherren, denn Augmented Reality vermittelt emotionalere Eindrücke als ein 2D-Plan oder Miniaturmodell. Hier muss allerdings noch präziser an der Überlagerung von virtuellen Gebäudeansichten und der realen Umgebung gearbeitet werden. Dann kann AR in Zukunft auch als Werkzeug zur Baukontrolle fungieren.

Durch an den Laien herangeführte Operationswerkzeuge wie eine simpel steuerbare Smartphone-App, bildet sich ein tieferes Bewusstsein für Interior Design und bringt ihm und dessen Berufsbild mehr Wertschätzung entgegen. Fachkräfte sind in keinem Fall überflüssig, im Gegenteil: Ziel sollte es sein, mit dem Kunden Hand in Hand an Vorhaben zu arbeiten und das Gegenüber mit seinen Bedürfnissen und Kenntnissen ernst zu nehmen.

Was ist in Zukunft möglich?
Im Moment steht die Technik noch vor einigen Hürden, die viel Forschungszeit benötigen. Die Genauigkeit der Systeme in puncto Positionserkennung ist noch mangelhaft, ebenso die Nachführung der Bilder bei Bewegung und die Informationsqualität, sprich: Wie hilfreich sind die angezeigten Informationen?

Die Möglichkeit der Anwendungen führen, wie deren Fantasie darüber, ins Unermessliche. In Zukunft wird jemand mit dem Wunsch nach einer Einrichtungsveränderung aktiver in den Gestaltungsprozess miteinbezogen werden können – ja, sogar selbst Hand anlegen.

Worum es sich bei Virtual Reality genau handelt, erfahren Sie in unserem nächsten Beitrag.

 

FINEST INTERIOR AWARDDer FINEST INTERIOR AWARD wurde kreiert um die Arbeit von Architekten, Innenarchitekten und feinen Ausstattern zu ehren. Er will dem wachsenden Bedürfnis nach individueller, professioneller Objekteinrichtung Rechnung tragen. Der diesjährige kommunikative Themen-Schwerpunkt des FINEST INTERIOR AWARD ist die Digitalisierung der Realität. Wie wirken sich Virtual Reality und Augmented Reality auf Architektur, Innenarchitektur und Raumausstattung aus? Welche Veränderungen des Berufsbildes sind damit verbunden? Und was haben Konsumenten eigentlich davon? Diesen und weiteren spannenden Fragen geht der FINEST INTEROR AWARD in seinen Gastkommentaren unter dem Motto „What’s real?“ nach.
Der Award wird am Vortag der Heimtextil in Frankfurt verliehen. Während der Heimtextil gibt es im Foyer der Halle 4.0 einen Infostand mit einem Feature zu den Gewinnern.

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Über FINEST INTERIOR AWARD

Der FINEST INTERIOR AWARD wurde kreiert um die Arbeit von Architekten, Innenarchitekten und feinen Ausstattern zu ehren. Er will dem wachsenden Bedürfnis nach individueller, professioneller Objekteinrichtung Rechnung tragen. Der diesjährige kommunikative Themen-Schwerpunkt des FINEST INTERIOR AWARD ist die Digitalisierung der Realität. Wie wirken sich Virtual Reality und Augmented Reality auf Architektur, Innenarchitektur und Raumausstattung aus? Welche Veränderungen des Berufsbildes sind damit verbunden? Und was haben Konsumenten eigentlich davon? Diesen und weiteren spannenden Fragen geht der FINEST INTEROR AWARD in seinen Gastkommentaren unter dem Motto „What’s real?“ nach.

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